Experten
Annika Schade, Aarau
Dominik Straumann, Zürich
Hintergrund
Der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPPV = benign paroxysmal positional/positioning vertigo) ist die häufigste Schwindelform. Charakterisiert ist der BPPV durch kurze bewegungsabhängige Drehschwindelepisoden, die durch abgesprengte Otokonien in den Bogengängen (sog. Canalolithiasis) ausgelöst werden. Am häufigsten ist die Canalolithiasis eines hinteren Bogenganges.
Lernziel
Diese wird mit dem Hallpike-Manöver unter Beobachtung des ausgelösten Nystagmus diagnostiziert und mit dem Epley- oder Semont-Manöver therapiert. Die seltenere BPPV-Variante des horizontalen Bogengangs wird mit einer schnellen Seitwärtsdrehung des Kopfes in Rückenlage (90 Grad «Barbecue») diagnostiziert. Die Therapie der horizontalen Canalolithiasis erfolgt mit dem Gufoni-Manöver. Dabei wird der Patient von der sitzenden Position (am Bettrand) um 90 Grad in diejenige Seitenlage gebracht, in der zuvor weniger Lagerungsnystagmus ausgelöst wurde. In dieser Position wird der Kopf gleich anschliessend um 45 Grad nach unten gedreht, wo er für 2–3 Minuten verharren soll, bevor der Patient wieder aufgerichtet wird.
Sponsor (Material)
HESS Medizintechnik AG, Bilten
Impressionen zum Learning Center Lagerungsschwindel 2009